Mitmachen beim Aktionstag für Sozialberatung in NRW
am 20. Mai 2008
Arbeitslosenzentren
und Arbeitslosenberatungsstellen aus NRW rufen landesweit zur Teilnahme an
einem Aktionstag gegen die Streichung der Finanzierung von unabhängigen
Sozialberatungsstellen auf. Am Dienstag, dem 20. Mai, 2008 findet die Beratung
für Arbeitslose, BezieherInnen von Sozialleistungen und Menschen mit geringem
Einkommen vor örtlichen ARGEn, Rathäusern oder auf Marktplätzen statt.
BeraterInnen werden an diesem Tag im Freien beraten, um auf die katastrophale
Lage der Sozialberatung in NRW aufmerksam zu machen. Ratsuchende sollen sich
solidarisch erklären und erhalten Gelegenheit ihre Beratungsstelle zu
unterstützen.
Aufruf:
Unabhängige
Sozialberatung verteidigen
Für die
Weiterführung der Landesfinanzierung unabhängiger Beratung von
Sozialleistungsbeziehern und Menschen mit geringen Einkommen!
Wer
arbeitslos ist und von Arbeitslosengeld II oder Sozialhilfe leben muss, den
trifft es hart. Oft fühlen sich Betroffene einer übermächtigen Arbeitslosen-
und Sozialverwaltung hilflos ausgesetzt. Für mehr als hunderttausend
Ratsuchende pro Jahr sind deshalb die aus Landesmitteln geförderten 75
Arbeitslosenzentren und 65 Beratungsstellen in NRW eine Art „letzter
Rettungsanker“. Hier stoßen sie auf offene Ohren, Verständnis und erhalten
fachlich kompetente Beratung und Unterstützung zur Lösung ihrer Probleme.
Damit soll jetzt Schluss sein?
Zum 1.
Oktober 2008 will das Land NRW die finanzielle Förderung für diese
Einrichtungen einstellen. Ca. 4,25 Mio. Euro, die das Land aus dem Europäischen
Sozialfond an die Arbeitslosenzentren und Beratungsstellen weiterleitet, sollen
eingespart werden. Der komplette Kahlschlag in diesem Bereich kann durch andere
Finanzierungskonzepte nicht mehr aufgefangen werden.
Unabhängige und
niedrigschwellig angelegte Beratung für Arbeitslose, BezieherInnen von
Sozialleistungen und Menschen mit geringem Einkommen steht somit landesweit auf
dem Spiel.
Deshalb
muss schnell und offensiv gegengesteuert werden.
Das Bündnis für
Sozialberatung in NRW fordert:
Ø
die
Fortführung der Finanzierung von Sozialberatungsstellen aus Landesmitteln
Ø
einen
breiten Dialog, um Konzepte für finanzielle Lösungen zur Erhaltung unabhängiger Beratungsstrukturen
in NRW zu finden
Ø
ein
Recht auf behördenunabhängige Sozialberatung für alle Leistungsberechtigte und
Menschen mit geringem Einkommen
Denn:
In
Zeiten zunehmender sozialer Kälte ist unabhängige Sozialberatung unverzichtbar!
Deshalb: Mitmachen beim landesweiten Aktionstag für
Sozialberatung in NRW
Am 20. Mai 2008 geht die Beratung in die Öffentlichkeit!
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Erstunterzeichner